4. Etappe / Alesjaure - Tjäktja

Distanz: 12.5km
Mückenalarm: 12/10 !!!

Liebster Ausrüstungsgegenstand: Mückennetz / Regenschutz
Nervigster Ausrüstungsgegenstand: nichts, wir sind zufrieden ;-)
Gehasster Ausrüstungsgegenstand: -


Kungsleden - Etappe4 auf einer größeren Karte anzeigen

Wieder etwas früher als andere stehen wir auf. Die Vorfreude ist gross, denn heute gehts noch höher und wir hoffen, dass es besser wird mit den Mücken. Kaum sind wir aus dem Zelt beschliessen wir ohne Frühstück loszuziehen, da es wieder eine Riesenmeute Mücken auf uns abgesehen hat. So stiefeln wir los und verdrücken unterwegs ein Snickers und eine Cola, die wir am Abend zuvor zusätzlich gekauft haben :-)

Aussicht nach dem Aufstehen :-)
Im Hintergrund die Alesjaure-Hütten und die Hängebrücke - Weiter vorne das Zeltlager
Es geht weiter, der Weg ist flach und breit ausgetreten. Wir kommen gut voran und zu unserer Rechten fliesst der Aliseatnu ruhig weiter. Wobei wir froh sind dem langsam fliessenden Fluss nicht allzu nah zu kommen, denn dort lauern sicher die Mücken!

Es gilt ein langes Tal zu durchwandern!
Da es gestern sehr heiss war, litten unsere Füsse ein wenig. Blasen haben wir zwar nicht, aber unsere zivilisationsverwöhnten Füsse schreien nach Abkühlung. So legen wir immer wieder mal eine Trink- und Badepause ein. Da die Etappe ja relativ kurz ist, können wir es richtig geniessen.


Der Weg führt uns weiter durch das flache Tal und wir überqueren noch den einen oder anderen Bach. Das Wetter ist einfach perfekt. Und immer wieder weht uns ein angenehmer kühler Wind entgegen.


Der gestrige Andrang von Fjällräven-Teilnehmern ist auch vorüber und an einem Checkpoint hören wir, dass die letzten Leute durch seien. War ja gar nicht so schlimm ... einzig der gestrige Tag war ein wenig mühsam. So geniessen wir den restlichen Abschnitt dieser einfachen Etappe und kommen schon sehr bald bei Tjäktja-Hütten an.


Tjäktja-Hütten und der Fluss Ceavccanjira
Als erstes stellen wir wieder unser Zelt auf und ziehen unsere Regenjacken an, obwohl es nicht regnet. Zusätzlich stülpen wir unsere Mückennetze über den Kopf. Jetzt ist der Fall wohl klar ;-) Anschliessend spazieren wir gemütlich zu den Tjäktja-Hütten (~300m). Dort treffen wir eine sehr nette Hüttenwartin, die auch noch ein wenig mit uns plaudert. Es seien für diese Jahreszeit aussergewöhnlich viele Mücken in der Luft. Während wir sprechen sitzen sicher acht Mücken gleichzeitig auf ihrem Gesicht ;-) Wahrscheinlich ist sie schon immun gegen das Gift dieser Monster!
Wir kehren zum Zelt zurück, denn wir haben Hunger. Oli kocht Wasser für unsere Trek'n'eat-Mahlzeit, die uns immer wieder schmeckt! Die Wärme des Kochers zieht die Mücken an! Einige mögen die Wärme so sehr, dass sie sogar direkt in die Flammen fliegen...

Hosen: 23 Mücken / Jacke: 36 Mücken
Aber wir sind ja vorbereitet! Ha! Die Hosen sind Mückendicht und durch die Goretex-Membrane der Jacke kommen die Viecher auch nicht! Die Hände sind übrigens eingesprayt ;-) Es ist zwar schlimm mit den Mücken, aber wir nehmens nicht mehr so tragisch wie zu Beginn. Wir beschliessen im Zelt zu essen und lesen anschliessend ein wenig. Draussen wird es langsam kühl, die Sonne ist schon untergegangen und so gehts ab in die Schlafsäcke!

Abendstimmung bei den Tjäktja-Hütten
Wir freuen uns bereits auf die kommende Etappe, die uns von den Tjäktjahütten über den höchsten Punkt des Kungsleden, den Tjäktjapass (1'150m), zu den Sälka-Hütten führt.



Kommentare:

  1. es ist sehr spannend zu sehen und zu lesen, wie sich die gegend zwischen abisko und singi noch ein paar wochen vor mir präsentiert hat. und ich sehe schon: um die moskitos seid ihr wirklich nicht zu beneiden. ich freue mich auf die nächsten berichte, vor allem über die weitere strecke ab singi, wo ich nach nikkaluokta abgebogen bin. vlt knüpfe ich da im nächsten jahr an. lgm4

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  2. Hallo Maple4! Danke für deinen Besuch und Kommentar :-) Wir freuen uns sehr über Besucher! Wir versuchen so schnell als möglich die Etappen zu posten, aber es braucht halt seine Zeit ... Trotz den Mücken, die Landschaft und das Feeling auf dem Kungsleden ist einfach einmalig!

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